Irgendwann vier Millionen Jahre vor Christi finden einige Affen einen schwarzen, etwa zwei bis drei Meter hohen Monolithen, der plötzlich in der Wüste steht. Nachdem dieser untersucht und angefasst wurde, verändert sich die Motivation der Affen. Aus den lieben Pflanzenfressern werden werkzeuggebrauchende Jäger, die auch vor Mord an ihrer eigenen Art nicht zurückschrecken. Die Evolution der Affen zum Menschen beginnt. Ein Zeitsprung ins Jahr 1999 zeigt ein Raumschiff, welches auf dem Weg zu einer Raumbasis im Erdorbit ist. Der einzige Passagier Dr. Heywood R. Floyd (William Sylvester) wird auf der Raumbasis informiert, dass man auf dem Mond einen schwarzen etwa zwei bis drei Meter hohen Monolithen gefunden hat. Als dieser dem Sonnenlicht freigesetzt wird, leuchtet er eine Stelle auf Jupiter an. Im Jahr 2001 begibt sich ein weiteres Raumschiff zu besagter Jupiterstelle. Das Raumschiff hat zwei Astronauten als Besatzung, weitere Astronauten im künstlichen Schlaf plus einen Bordcomputer namens Hal 9000. Hal erleidet eine Fehlfunktion und probiert die Mission zu sabotieren.

2001 von Stanley Kubrick  gilt in der Filmgeschichte als bester Sciene-Fiction-Film aller Zeiten und lieferte Inspirationen für ganze Generationen von Filmemachern. So erinnert der Bordcomputer aus WALL-E stark an Computer Hal 9000, ganz besonders weil auch dieser sich letztendlich gegen den Menschen stellt, der ihn bedient. Auch aktuelle Filme wie GRAVITY oder ELYSIUM haben sich manchmal mehr, manchmal weniger reichlich bei 2001 bedient. Erstaunlicherweise hat der Film von seiner Anziehungskraft nichts verloren. Natürlich sieht man, dass die Affen von Menschen gespielt werden und dass es fehlerhafte Darstellungen der Gravitation gibt. Aber gemessen an der Zeit, in der 2001 entstanden ist, kann man das verzeihen.  Die Kameraführung und die Special Effects, für die es auch einen Oscar gab, sind wirklich klasse. Zudem nimmt er technische Errungenschaften wie z.B. die Videotelefonie vorweg. Zur Musik muss man eigentlich nicht viel sagen, die ist inzwischen schon legendär. Wiener Walzer im Weltraum erscheint einem zunächst etwas komisch, aber die Kraft der Musik verstärkt auch die Aussagekraft der Bilder. Kubrick unterlegt die Szenen nicht situativ, sondern lässt die Stücke von Anfang bis Ende ausspielen.

Der große Nachteil (manche mögen das auch als Vorteil ansehen) ist, dass der Film unglaublich lang ist. Es wird auch vergleichsweise wenig gesprochen. Manchmal werden dieselben Abläufe immer wieder gezeigt, nur aus anderen Kameraperspektiven. Das schlaucht auf Dauer schon sehr, ganz besonders gegen Ende, wenn man dann noch als Zuschauer mit einem nicht enden wollenden Farbenmeer überflutet wird.

Immer noch ein Hingucker (4.5/6) 

Trailer: © Warner Bros.