2154: Die Reichen und Schönen haben sich auf eine Raumstation namens „Elysium“ zurückgezogen und können dort ihren Lebensstandard halten. Die Bewohner leben im Grünen und werden dank der Medi-Bank, die in jeder Villa steht, niemals krank. Auf der Erde sieht es ganz anders aus. Der Planet ist verdreckt und überbevölkert. Dort lebt Max (Matt Damon), der in einer Fabrik Roboter herstellt. Als er bei einem Arbeitsunfall verstrahlt wird und nur noch 5 Tage zu leben hat, möchte er unbedingt auf „Elysium“ um sich heilen zu lassen, aber Computerexperte Spider (Wagner Moura), der solche Trips engagiert, will ihn ohne finanzielle Mittel nicht mitfliegen lassen. Als Max anbietet, wirklich alles für einen Flug tun zu wollen, stiftet ihn Spider zum Datenklau von sensiblen Daten bei dem Elysium-Bürger John Carlyle (William Fichtner) an. Es stellt sich heraus, dass man mit diesem Code „Elysium“ restrukturieren könnte. Diesen Code hat Ministerin Delacourt (Jodie Foster) in Auftrag gegeben um ihre Macht gegenüber dem Parlament auszubauen und den Lebensstandard auf „Elysium“ zu halten.

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Zu den positiven Dingen dieses Films zählt hauptsächlich natürlich die Bildsprache. Regisseur Neill Blomkamp schafft es mit einer gigantischen Kulisse ein realistisches Bild einer übervölkerten Erde und einer elitären Oberschicht-Raumstation zu schaffen. Die  Kamerafahrten über die Slums und Protz-Villen machen Spaß. Auch die Schauspieler schaffen es die teils langatmige Handlung gut zu überbrücken. Die komplexe Story zeigt auf, wie weit Menschen gehen um ein „Stück vom Glück“, Heilung und Wohlstand, zu erhalten und die Botschaft, dass „die da oben die da unten“ auf Dauer nicht ignorieren können, könnte aktueller nicht sein.

Negativ fällt gerade das große Finale auf. In den letzten 30 Minuten des Films wird mal wieder vielerlei Munition verschossen, Kulisse in die Luft gejagt, Leute umgebracht, jeder kämpft gegen jeden – kurz gesagt: Sodom und Gomorrha auf „Elysium“. Der eigentliche Kampf zwischen Arm und Reich geht in diesem ganzen „Mord-und-Totschlag-Kommando“ völlig unter. Ein weiterer negativer Aspekt ist in diesem Zusammenhang auch die wackelige Handkamera und recht schnelle Schnitte, bei denen man irgendwann nicht mehr erkennt, wer denn jetzt eigentlich gegen wen kämpft.

Wer großen Wert auf sehenswerte Actionsszenen mit spannender Hintergrundgeschichte legt, wird ELYSIUM mögen. Wer lieber eine tiefgründige Haupthandlung mit vereinzelten Actionszenen sehen will, wäre mit Filmen wie INCEPTION vielleicht besser beraten.

Ein Actionfeuerwerk mit Starbesetzung (4/6)

Trailer: © Sony Pictures