Schneewittchen (Kristen Stewart)  wird von ihrer bösen Stiefmutter Ravenna (Charlize Theron) gefangen gehalten. Als ihr die Flucht gelingt, schickt die Königin einen Jäger (Chris Hemsworth) um Schneewittchen zu töten.

Was direkt positiv auffällt sind die tollen Kostüme. Während sich Kristen Stewart mit zwei Kleidern und einer ziemlich unvorteilhaft aussehenden Rüstung schmückt, trägt Charlize Theron alles auf, was die Kostümkiste hergibt. Und selbst wenn sie keine Kleidung trägt, sieht sie phänomenal aus (Milchbadszene). Ein weiterer Pluspunkt sind die tollen Sets und Drehorte. Sie entführen einen direkt in diese Märchenwelt und verbreiten hier und da einen Hauch von HARRY POTTER oder HERR DER RINGE. Auch die Special Effects sind beachtlich. Der Alterungsprozess von Ravenna, die Armee aus Splittern, das „Spiegelein an der Wand“ – da hatten die Computerspezialisten ordentlich was zu tun.

Schauspielerisch tut sich natürlich Charlize Theron positiv hervor. Sie darf ausflippen, Leute umbringen, mal richtig böse sein, und das scheint ihr auch sehr viel Spaß gemacht zu haben. Chris Hemsworth ist zwar was für’s Auge, aber mehr auch nicht. Kristen Stewart als Schneewittchen zu besetzen, war definitiv eine schlechte Wahl. Gegen Charlize Theron wirkt sie schon allein unter dem Schönheitsaspekt nicht wirklich überlegen. Aber gut, Geschmäcker sind verschieden. Was weiter stört bei der deutschen Synchronisation ist, dass Schneewittchen nicht Schneewittchen genannt wird, sondern „Snow White“, was einfach stört. Ein Beispiel: „Snow White’s Mutter “ hört sich einfach blöd an. Selbes Problem gibt’s beim „Huntsman“. Alles in allem eine gelungene Märchen(neu)verfilmung, die hauptsächlich auf Effekte und Kampfszenen setzt. Wer’s mag. Weniger Kampf und dafür mehr Witz (dafür sorgen ja eigentlich nur die Zwerge) hätten dem Film gut getan.

Epische Märchenverfilmung mit schwacher Hauptdarstellerin und gewöhnungsbedürftiger Übersetzung (4/6) 

Trailer: © Universal Pictures Germany