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Meinung

Golden Globes 2015

Quelle: http://www.awardsdaily.com/tv/wp-content/uploads/2015/12/Golden-Globes-statues.jpg

Wie schon im letzten Jahr möchte ich kurz den Ausgang der 72. Verleihung der Golden Globes kommentieren, die ich mir gerade eben live angesehen habe. Traditionell gelten sie als Vorboten für die Oscars, die im Februar vergeben werden. Ich verzichte dieses Mal aber auf einen langen Fließtext und eine Auflistung aller Preisträger, sondern werde den Abend möglichst kurz und knapp zusammenfassen.

Fehlinformation der Nacht

Dieses Jahr hat Pro7 die Golden Globes nicht wie üblich im Fernsehen übertragen. Überall stand was von einem Live Stream, der angeblich von Pro7 stattdessen angeboten wird. Ha, Pustekuchen. Ich stehe mitten in der Nacht auf, stelle fest, dass es keinen Pro7-Live Stream gibt und muss mich durch mehrere Seiten wühlen, nur um festzustellen, dass die meisten Live Streams unseriös sind. Ich finde schließlich einen Live Ticker, der mich auf dem Laufenden hält, aber am liebsten möchte ich heulen. Die Facebook-Seite der Golden Globes bietet auch keinerlei neue Informationen. Hab auch schon eine Beschwerde-Email an Pro7 geschickt. Bin stinksauer. Erst um 03:15 Uhr habe ich endlich eine Möglichkeit gefunden einen Live Stream zu finden und die Sendung zu gucken. Und offenbar hat Benedict Cumberbatch → Meryl Streep gephotobombt und ich hab’s nicht gesehen. Und sein Presenting auch nicht. 🙁

Dankesrede mit den meisten Themen

Der Lebenswerk-Globe, auch Cecil B. DeMille-Award genannt, ging dieses Jahr an George Clooney, der in seine Rede so ziemlich jedes aktuelle Thema des letzten halben Jahres einbaute: der Sony-Hack („Heute abend können wir uns alle gestehen, was wir übereinander gesagt haben.“), der Freitod von Robin Williams, die schlechten Kritiken seines Films THE MONUMENTS MEN, seine Hochzeit („It’s great when you find someone you love.“), die friedliche → Kundgebung in Paris und die Forderung die Kurzfilme stärker zu fördern. Außerdem seien alle Filmschaffenden, die anwesend sind, Gewinner, auch wenn sie zu den 80 % gehören, die keinen Preis mit nach Hause nehmen.

Emotionalste Dankesrede

Michael Keaton bricht nach dem Gewinn des Globes für BIRDMAN die Stimme weg als er über seinen → Sohn Sean spricht.

Dankesrede mit ProductplacEment

Jeffrey Tambor: „To Amazon, my new best friend.“

Überraschung des Abends

Als bestes TV-Drama wurde THE AFFAIR (Showtime) ausgezeichnet, was angesichts der starken Konkurrenz aus GAME OF THRONES, DOWNTON ABBEY und HOUSE OF CARDs wirklich überraschend ist.

Hawking vs. Hawking

Machen wir es kurz, Eddie Redmayne hat den Golden Globe als bester Schauspieler für THE THEORY OF EVERYTHING eingeheimst.

Zusammenfassung:

Bester Film – Drama: BOYHOOD – Regie: Richard Linklater

Beste Hauptdarstellerin – Drama: Julianne Moore – Still Alice – Mein Leben ohne Gestern (STILL ALLICE)

Bester Hauptdarsteller – Drama:  Eddie Redmayne – Die Entdeckung der Unendlichkeit (THE THEORY OF EVERYTHING)

Bester Film – Komödie/Musical: THE GRAND BUDAPEST HOTEL – Regie: Wes Anderson

Beste Hauptdarstellerin – Komödie/Musical: Amy Adams – BIG EYES

Bester Hauptdarsteller – Komödie/Musical: Michael Keaton – BIRDMAN

Bester Animationsfilm: DRACHENZÄHMEN LEICHT GEMACHT 2 – Regie: Dean DeBlois

Bester fremdsprachiger Film: LEVIATHAN (Левиафан), Russland – Regie: Andrei Swjaginzew

Beste Nebendarstellerin: Patricia Arquette – BOYHOOD

Bester Nebendarsteller: J. K. Simmons – WHIPLASH

Beste Regie: Richard Linklater – BOYHOOD

Bestes Drehbuch: Alejandro González Iñárritu, Nicolás Giacobone, Alexander Dinelaris junior & Armando Bó – BIRDMAN

Beste Filmmusik: Jóhann Jóhannsson – Die Entdeckung der Unendlichkeit (THE THEORY OF EVERYTHING)

Bester Filmsong: „Glory“ aus SELMA – John Legend & Common

Beste Serie – Drama: THE AFFAIR

Beste Serien-Hauptdarstellerin – Drama: Ruth Wilson – THE AFFAIR

Bester Serien-Hauptdarsteller – Drama: Kevin Spacey – HOUSE OF CARDS

Beste Serie – Komödie/Musical: TRANSPARENT

Beste Serien-Hauptdarstellerin – Komödie/Musical: Gina Rodriguez – JANE THE VIRGIN

Bester Serien-Hauptdarsteller – Komödie/Musical: Jeffrey Tambor – TRANSPARENT

Beste Mini-Serie oder Fernsehfilm: FARGO

Beste Hauptdarstellerin – Mini-Serie oder Fernsehfilm: Maggie Gyllenhaal – THE HONORABLE WOMAN

Bester Hauptdarsteller – Mini-Serie oder Fernsehfilm: Billy Bob Thornton – FARGO

Beste Nebendarstellerin – Serie, Mini-Serie oder Fernsehfilm: Joanne Froggatt – DOWNTOWN ABBEY

Bester Nebendarsteller – Serie, Mini-Serie oder Fernsehfilm: Matt Bomer – THE NORMAL HEART

Lebenswerk/Cecil B. DeMille Award: George Clooney

  1. Danke, Montag Morgen und ich bin schon wieder mal bestens informiert! Für Eddie Redmayne freue ich mich, er war wirklich gut! Budapest Hotel war auch für ich einer der bestenFilme des Jahres 😉 Die meisten anderen Filme kenne ich „noch“ nicht……

  2. „Transparent“ freut mich besonders, weil die Serie wirklich gelungen ist und in dem Fall der Dank Amazon gebürt, die die Serie produziert hat. War also nur ein halbes Product Placement. 😉

  3. TNT Serie hat von 01:00 Uhr bis 5:00 Uhr alles übertragen. Ein Blick in das TV-Programm hätte die böse Überraschung erspart.

    Ich habe mich für viele Preisträger gefreut, nur der Sieg von Fargo gegen True Detective war etwas lahm.
    Das Tina und Amy eigentlich nur am Anfang wirklich Screentime hatten war auch schade.

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