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Meinung

Golden Globes 2017

Quelle: http://www.awardsdaily.com/tv/wp-content/uploads/2015/12/Golden-Globes-statues.jpg

Es ist wieder Awardsaison und Jimmy Fallon übernimmt von Ricky Gervais die Moderation der 74. Golden Globes. Der erste Einspieler, der eine Hommage an LA LA LAND war, punktete schonmal mit Originalität. Aus „City of Stars“ wurde „A room full of stars“ einschließlich Justin Timberlake als Tanzpartner und Ryan Reynolds als reifender Duettpartner, der sich mit Fallon einen Kaugummi teilt.

Quelle: © The Tonight Show with Jimmy Fallon

Danach funktioniert erstmal der Teleprompter nicht und Fallon stolpert ein bißchen hilflos auf der Bühne herum. Den restlichen Abend machte er zwar dann einen besseren Eindruck. Luft nach oben war aber reichlich. Viele Dankesreden behandelten direkt oder indirekt die Wahl des zukünftigen Präsidenten Donald Trump. Die Macher von ZOOTOPIA betonten die Wichtigkeit von kultureller Vielfalt. Auch Meryl Streep ging in ihrer emotionalen → Dankesrede darauf.

Besonders gefreut habe ich mich für Hugh Laurie für THE NIGHT MANAGER. Der meinte auch gleich in seiner Dankesrede, dass es die Hollywood Foreign Press aufgrund ihres Namens bald nicht mehr geben werde. Auch „Association“ könnte für manche Republikaner verdächtig klingen, meinte er.  Noch mehr gefreut habe ich mich dann im Verlauf des Abends, dass sowohl Olivia Colman, die nicht anwesend war, und Tom Hiddleston ebenfalls Golden Globes bekamen.

Quelle: © NBC

TONI ERDMANN ging leider in der Kategorie als bester fremdsprachiger Film leer aus. Ich werde mich demnächst mit LA LA LAND darüber hinwegtrösten.

Hier alle Nominierten und Preisträger (Gewinner in kursiv):

Bester Film – Drama
Hacksaw Ridge
Hell or High Water
Lion
Manchester by the Sea
Moonlight

Bester Film – Komödie/Musical
20th Century Women
Deadpool
Florence Foster Jenkins
La La Land
Sing Street

Beste Regie
Damien Chazelle – La La Land
Tom Ford – Nocturnal Animals
Mel Gibson – Hacksaw Ridge
Barry Jenkins – Moonlight
Kenneth Lonergan – Manchester by the Sea

Bester Hauptdarsteller – Drama
Casey Affleck – Manchester by the Sea
Joel Edgerton – Loving
Andrew Garfield – Hacksaw Ridge
Viggo Mortensen – Captain Fantastic – Einmal Wildnis und zurück
Denzel Washington – Fences

Beste Hauptdarstellerin – Drama
Amy Adams – Arrival
Jessica Chastain – Miss Sloane
Isabelle Huppert – Elle
Ruth Negga – Loving
Natalie Portman – Jackie

Bester Hauptdarsteller – Komödie/Musical
Colin Farrell – The Lobster
Ryan Gosling – La La Land
Hugh Grant – Florence Foster Jenkins
Jonah Hill – War Dogs
Ryan Reynolds – Deadpool

Beste Hauptdarstellerin – Komödie/Musical
Annette Bening – 20th Century Women
Lily Collins – Regeln spielen keine Rolle (Rules Don’t Apply)
Hailee Steinfeld – The Edge of Seventeen
Emma Stone – La La Land
Meryl Streep – Florence Foster Jenkins

Bester Nebendarsteller
Mahershala Ali – Moonlight
Jeff Bridges – Hell or High Water
Simon Helberg – Florence Foster Jenkins
Dev Patel – Lion
Aaron Taylor-Johnson – Nocturnal Animals

Beste Nebendarstellerin
Viola Davis – Fences
Naomie Harris – Moonlight
Nicole Kidman – Lion
Octavia Spencer – Unerkannte Heldinnen (Hidden Figures)
Michelle Williams – Manchester by the Sea

Bestes Drehbuch
Damien Chazelle – La La Land
Tom Ford – Nocturnal Animals
Barry Jenkins – Moonlight
Kenneth Lonergan – Manchester by the Sea
Taylor Sheridan – Hell or High Water

Beste Filmmusik
Nicholas Britell – Moonlight
Justin Hurwitz – La La Land
Jóhann Jóhannsson – Arrival
Dustin O’Halloran und Volker Bertelmann – Lion
Hans Zimmer, Pharrell Williams und Benjamin Wallfisch – Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen (Hidden Figures)

Bester Filmsong
„Can’t Stop the Feeling!“ aus Trolls – Justin Timberlake, Max Martin und Shellback
„City of Stars“ aus La La Land – Justin Hurwitz, Benj Pasek und Justin Paul
„Faith“ aus Sing – Ryan Tedder, Stevie Wonder und Francis Farewell Starlite
„Gold“ aus Gold – Brian Burton, Stephen Gaghan, Daniel Pemberton und Iggy Pop
„How Far I’ll Go“ aus Vaiana – Das Paradies hat einen Haken (Moana) – Lin-Manuel Miranda

Bester Animationsfilm
Kubo – Der tapfere Samurai (Kubo and the Two Strings)
Mein Leben als Zucchini (Ma vie de Courgette)
Sing
Vaiana – Das Paradies hat einen Haken (Moana)
Zoomania (Zootopia)

Bester fremdsprachiger Film
Divines – Frankreich
Elle – Frankreich
Neruda – Chile
فروشنده (Forushande) – Iran, Frankreich
Toni Erdmann – Deutschland, Österreich

Beste Serie – Drama
The Crown
Game of Thrones
Stranger Things
This Is Us
Westworld

Bester Serien-Hauptdarsteller – Drama
Rami Malek – Mr. Robot
Bob Odenkirk – Better Call Saul
Matthew Rhys – The Americans
Liev Schreiber – Ray Donovan
Billy Bob Thornton – Goliath

Beste Serien-Hauptdarstellerin – Drama
Caitriona Balfe – Outlander
Claire Foy – The Crown
Keri Russell – The Americans
Winona Ryder – Stranger Things
Evan Rachel Wood – Westworld

Beste Serie – Komödie/Musical
Atlanta
Black-ish
Mozart in the Jungle
Transparent
Veep – Die Vizepräsidentin (Veep)

Bester Serien-Hauptdarsteller – Komödie/Musical
Anthony Anderson – Black-ish
Gael García Bernal – Mozart in the Jungle
Donald Glover – Atlanta
Nick Nolte – Graves
Jeffrey Tambor – Transparent

Beste Serien-Hauptdarstellerin – Komödie/Musical
Rachel Bloom – Crazy Ex-Girlfriend
Julia Louis-Dreyfus – Veep – Die Vizepräsidentin (Veep)
Sarah Jessica Parker – Divorce
Issa Rae – Insecure
Gina Rodriguez – Jane the Virgin
Tracee Ellis Ross – Black-ish

Beste Miniserie oder Fernsehfilm
American Crime
The People v. O. J. Simpson: American Crime Story
The Dresser
The Night Manager
The Night Of – Die Wahrheit einer Nacht (The Night Of)

Bester Hauptdarsteller – Miniserie oder Fernsehfilm
Riz Ahmed – The Night Of – Die Wahrheit einer Nacht
Bryan Cranston – Der lange Weg (All the Way)
Tom Hiddleston – The Night Manager
John Turturro – The Night Of – Die Wahrheit einer Nacht
Courtney B. Vance – American Crime Story (The People v. O. J. Simpson: American Crime Story)

Beste Hauptdarstellerin – Miniserie oder Fernsehfilm
Felicity Huffman – American Crime
Riley Keough – The Girlfriend Experience
Sarah Paulson – American Crime Story (The People v. O. J. Simpson: American Crime Story)
Charlotte Rampling – London Spy
Kerry Washington – Auf Treu und Glauben (Confirmation)

Bester Nebendarsteller – Serie, Miniserie oder Fernsehfilm
Sterling K. Brown – American Crime Story (The People v. O. J. Simpson: American Crime Story)
Hugh Laurie – The Night Manager
John Lithgow – The Crown
Christian Slater – Mr. Robot
John Travolta – American Crime Story (The People v. O. J. Simpson: American Crime Story)

Beste Nebendarstellerin – Serie, Miniserie oder Fernsehfilm
Olivia Colman – The Night Manager
Lena Headey – Game of Thrones
Chrissy Metz – This Is Us
Mandy Moore – This Is Us
Thandie Newton – Westworld

Cecil B. DeMille Award
Meryl Streep

  1. Hallo!
    Misst Du solchen Preisverleihungen (wie auch dem Oscar) persönlich noch eine grosse Bedeutung bei?

    • Ich persönlich schaue nur die Oscars und die Golden Globes. Mehr Preisverleihungen gebe ich mir nicht, auch wenn es oftmals die Möglichkeit durch TV-Übertragung bzw. Streaming dazu gäbe. Preisverleihungen sind per se ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite bieten Preisverleihungen die Möglichkeit Filme bekannter zu machen. Auf der anderen Seite besteht auch die Gefahr, dass Filme nur noch gezielt für Preisverleihungen (Oscarbait) gedreht werden und nicht mehr um ihrer selbst Willen. Davon abgesehen werden manche Filme auch gar nicht erst berücksichtigt, weil sie in keine klare Kategorie passen oder einfach zu wenig Unterstützung erfahren.

      Ich nehme Preisverleihungen nicht besonders ernst. Ich glaube nicht, dass der als bester Film ausgezeichnete Film immer tatsächlich der beste Film ist. Preisverleihungen sind ein Gradmesser, ein Hinweispool für diejenigen, die zu faul sind, selbst einem nach guten Film zu suchen. Trotzdem schaue ich sie gerne. Ich freue mich einfach, wenn „mein Film“ oder „meine Serie“ gewonnen hat.

      • Das verstehe ich, gute Argumente. Ich sehe das genauso. Filme sind Kunst und in der Kunst kann es keine Rangliste geben, weil jeder ein und den gleichen Film für sich anders bewertet und rezipiert. Es kann auch keinen Bewertungsmassstab geben, wie beim Sport. Die Verleihungen folgen ganz anderen Mechanismen und Motivationen als die kulturelle Wahrnehmung. Ich bin gespannt, wann es zu einem Paradigmenwechsel in der Kinobranche diesbezüglich kommen wird und ob überhaupt. Interessant: Kaum wird ein Musical gedreht, räumt es Preise ab. Ich dachte die Hundertjährigen sitzen nur in der Academy, scheinbar auch bei der Foreign Press Association. Die Oscar-Verleihung wird wahrscheinlich wieder gähnend langweilig. Manchmal ist die Verleihung der goldenen Himbeere lustiger und spannender.

  2. Hi Franziska,

    Vielen Dank für deinen Kommentar auf meinem Blog. Habe mich sehr darüber gefreut und mich gleich zu einem Gegenbesuch aufgemacht. Wenn es ums Thema Film geht, bekomme ich ohnehin nie genug.
    Die Golden Globes habe ich dieses Jahr ja im wahrsten Sinne des Wortes verschlafen. xD

    Und das obwohl ich absolut gespannt war auf Jimmy Fallons Moderation. Nur schon das diesjährige Cold Open fand ich sehr gelungen. Kennst du sein Eröffnungsvideo zu den Movie Awards 2006? Da habe ich mich auch halb tot gelacht.

    Auf jeden Fall, vielen Dank für deine Zusammenfassung. 🙂

    Liebe Grüsse
    Nicky

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