Operation Fortune: Ruse de guerre (2023)

Ich hatte mal wieder Lust auf einen Actionfilm und wurde dann doch herbe enttäuscht. Guy Ritchie liefert mit OPERATION FORTUNE einen ziemlich durchschnittlichen und unspektakulären Film ab. Im Zentrum der Geschichte steht der MI6-Agent Orson Fortune (Jason Statham). Er wird damit beauftragt, einen äußerst brisanten Waffendeal mit neuartiger Waffentechnik zu unterbinden. Rekrutiert von einem globalen Geheimdienst-Bündnis muss er zusammen mit der CIA-High-Tech-Expertin Sarah Fidel (Aubrey Plaza) den reichen Waffenhändler Greg Simmonds (Hugh Grant) unter die Lupe nehmen. Als Ablenkungsmanöver soll dabei der Hollywoodstar Danny Francesco (Josh Hartnett) dienen.

Szenenbild aus OPERATION FORTUNE - Orson (Jason Statham) und Sarah (Aubrey Plaza) überzeugen Danny (Josh Hartnett) mitzukommen. - © Leonine
Orson (Jason Statham) und Sarah (Aubrey Plaza) überzeugen Danny (Josh Hartnett) mitzukommen. – © Leonine

Liebloses Actionkino

OPERATION FORTUNE ist ein Film, den man sehr schnell wieder vergisst. Das liegt zum einen an der völlig absurden Story, zum anderen sind aber auch alle Figuren wahnsinnig eindimensional. Eine Hintergrundgeschichte haben alle nicht und auch durch ihr Auftreten und Handeln wird nicht ganz klar, was ihre Figuren überhaupt ausmacht. So kommt einfach überhaupt keine Stimmung auf und man hat absolut keine Beziehung zu den Charakteren. Wenn dieser Film nicht so prominent besetzt wäre, könnte man auch meinen, dass es sich um einen B-Movie handelt. Auch die Spielorte der Handlung waren etwas auffällig. Neben London spielen weite Teile der Handlung in der Türkei und Katar. Beides Länder, die gute Presse und hübsche Bilder gebrauchen können. Und so sehr Jason Statham im Maßanzug vor katarischen Prachtbauten auch wirklich gut ausschaut, blieb bei mir echt ein flaues Gefühl im Magen zurück. Dass die bösen Waffenhändler aus der Ukraine kommen, macht die Sache → angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage auch nicht besser.

Szenenbild aus OPERATION FORTUNE - Helfende Hand Emilia (Lourdes Faberes) und ihr Boss, der Waffenhändler Greg Simmonds (Hugh Grant) - © Leonine
Emilia (Lourdes Faberes) und ihr Boss, der Waffenhändler Greg Simmonds (Hugh Grant) – © Leonine

Der fantastische Mr. Grant

OPERATION FORTUNE ist einer der schlechteren Filme von Guy Ritchie. Die schauspielerischen Leistungen beschränken sich auf das absolute Minimum. Keiner konnte oder wollte aus dem schwachen Drehbuch wohl irgendwas Brauchbares herausholen. Auch nicht Jason Statham, der sich hier ohne besonders große Lust von Actionszene zu Actionszene hangelt. Aus dieser Schauspieltruppe der Banalitäten ist Hugh Grant der Einzige, der seiner Rolle zumindest einen gewissen Wiedererkennungswert verpasst. Und der mit seinem trockenen Humor und seiner sichtlichen Spielfreude wirklich aus der Masse heraussticht. Wirklich jede Szene mit ihm ist ein Highlight. Auch der französische Beiname Ruse de guerre, was übersetzt “Kriegslist” heißt, findet sich im Film nicht wieder. Der Film ist nicht besonders. Nicht besonders einfallsreich. Ein paar fantastische Kameraperspektiven und ein paar opulente Drehorte machen halt einfach keinen guten Film.

5/10

Bewertung: 6 von 10.

Trailer: © Leonine Studios

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