Die Geschichte um den steppenden Kaiserpinguin Mumble (Stimme von Elijah Wood) geht in eine neue Runde. Mumble ist inzwischen mit seiner großen Liebe Gloria (Stimme von Pink) zusammen und hat einen Sohn namens Eric. Der kann dem Tanzen überhaupt nichts abgewinnen und fühlt sich deshalb als Außenseiter der Gemeinschaft. Der Adeliepinguin Ramon (Stimme von Robin Williams), der wegen seinem Freund Mumble bei den Kaiserpinguinen lebt, will Eric trösten, doch auch er fühlt sich allein und möchte wieder in seine Heimat zurückkehren. Als Ramon ins Adelieland zurückkehrt, verfolgen ihn Eric und seine Freunde Atticus und Boadicea, genannt Bo. Gleichzeitig entschließt sich der Krill Will (Stimme von Brad Pitt) nicht länger einer von Trillionen im Krillschwarm zu sein und erklärt seinem Freund Bill (Stimme von Matt Damon), so lange gegen den Schwarm zu schwimmen bis er das Ende der Welt erreicht. Derweil kommt Ramon mit den Kindern im Adelieland an. Dort steht inzwischen neben dem Felsenpinguin Lovelace (Stimme von Robin Williams) der neue Guru, der Papageientaucher Sven, im Mittelpunkt des Geschehens. Er ist der einzige Pinguin, der auch fliegen kann, und wird daher von den Adeliepinguinen verehrt. Kurz darauf taucht auch Mumble im Adelieland auf um seinen Sohn und dessen Freunde zurückzubringen. Auf dem Heimweg hat sich die Eislandschaft verändert. Bei der Brutstätte der Kaiserpinguine angelangt, können sie das Zugangstal nicht passieren, da es von einem gewaltigen Eisberg blockiert wird und somit ihre Angehörigen eingesperrt sind. Die flinke Bo soll zum Adelieland zurückkehren, um dort Hilfe zu holen. Derweil bemühen sich die verbliebenen Drei eine notdürftige Fischversorgung zu gewährleisten. Schon bald bemerken auch die Raubmöwen die verzweifelte Lage der Pinguine und lauern auf ihre Gelegenheit, deren Küken zu reißen.

Gloria (Pink) singt "Bridge of Light" - © Warner Bros.

Gloria (Pink) singt „Bridge of Light“ – © Warner Bros.

Musik liegt in der Luft

Es erstaunt mich dann doch, dass Regisseur und Mitdrehbuchautor George Miller mit dem Sequel zu seinem Pinguinmusical HAPPY FEET noch eine Schippe drauflegen konnte. Die Geschichte ist rund und die Mischung aus etablierten Charakteren wie Mumble, Gloria, Ramon und Lovelace und neuen Figuren wie Sven oder Bill und Will gelingt ausgesprochen gut. Gloria-Sprecherin Brittany Murphy, die 2009 verstarb, wurde durch Pink ersetzt, die bereits im ersten Teil ein Lied beisteuerte ohne eine Sprechrolle im Film zu bekleiden. Die Musik und Lieder, die immer noch einen entscheidenden Teil des Films ausmachen, sind gut gewählt. Von Oper bis Popmusik ist alles dabei. Etwas nervig ist allerdings, dass die Lieder in der deutschen Synchronisation nachvertont und ins Deutsche übersetzt werden. Es klingt einfach irgendwie falsch, auch wenn ich verstehen kann, dass man den deutschsprachigen Kleinkindern keinen englischen Originaltext vorsetzen wollte, gerade, wenn die Lieder wie im Fall von „Bridge of Light“ auch eine für Handlung wichtige Botschaft enthalten.

Sven - © Warner Bros.

Sven – © Warner Bros.

Optik und Story passt

Zunächst beginnt die Handlung wie der Vorgängerfilm. Der kleine Eric passt nicht zum Rest seiner Pinguin-Kollegen und kapselt sich deshalb ab. Mumble, der dieses Gefühl bereits kennt, ist daher verständnisvoller als sein Vater. Zunächst erwartet man, dass die Erfolgsgeschichte von HAPPY FEET über einen Außenseiter einfach wiederholt wird. Über kurz oder lang wird die Geschichte aber mehr zu einer Rettungsaktion, die Vater und Sohn näher zusammenbringt. Das ist zwar nicht neu, aber insgesamt macht es mit den großartig animierten Figuren und Schneelandschaften einfach einen guten Eindruck. Ich bin selbst überrascht, dass mir die HAPPY FEET-Filme so gut gefallen, aber offenbar bin ich auch dem Pinguin-Süßheitsfaktor erlegen.

5/6 bzw. 8/10

Sowohl HAPPY FEET als auch HAPPY FEET TWO sind aktuell [Dezember 2016] auf Amazon Prime anzusehen.

Titelbild und Trailer: © Warner Bros. Deutschland