Dr. Martin Harris (Liam Neeson) reist mit seiner Frau Elizabeth (January Jones) nach Berlin, um an einem Kongress teilzunehmen und mit dem Nobelpreisträger  Dr. Kessler (Sebastian Koch) Erfahrungen auszutauschen. Kaum in Berlin angekommen, verunglückt Harris in einem Taxi schwer. Als er vier Tage später aus dem Koma erwacht, erkennt ihn seine Frau nicht mehr, und ein anderer Mann (Aidan Quinn) gibt sich an ihrer Seite als Dr. Martin Harris aus. Scheinbar noch verwirrt vom Unfall, lässt sich Harris im Krankenhaus erneut untersuchen, als ein Mordanschlag auf ihn ausgeführt wird. Er flieht, doch ohne Pass und des Deutschen nicht mächtig, ist er auf die Hilfe der Taxifahrerin Gina (Diane Kruger) angewiesen. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, was mit Harris passiert ist. Dabei werden sie von einem Killer (Stipe Erceg) quer durch Berlin gejagt. Nur der ehemalige Stasi-Agent Jürgen (Bruno Ganz) hilft ihnen, dem scheinbar übermächtigen Gegner zu bekämpfen und das Rätsel von Harris‘ Identität zu lösen.

© Studiocanal Deutschland

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In den ersten 15 Minuten ist die Story wirklich spannend aufgemacht. Danach zieht sich die Story aber nur noch. Man sieht Liam Neeson durch das düstere teils verschneite, teils verregnete Berlin stapfen (das zugegebenermaßen optisch super zur verworrenen Handlung passt) und mit einem Arzt das Für und Wider und die Gründe seines Gedächtsnisverlusts diskutieren. Die Story kommt erst ein bißchen in Fahrt als Harris auf Jürgen trifft, der endlich Licht ins Dunkle bringt. Nebenbei bemerkt, allein schon in der Szene, wo Neeson zum ersten Mal auf Herrn Ganz trifft, liegt die Leinwandpräsenz sofort bei Bruno Ganz. Er scheint irgendwie noch der Einzige in dem ganzen Wirrwarr zu sein, der seine Rolle ordentlich spielt. Auch Frank Langella tut sich positiv hervor. Über die anderen deutschen Schauspieler kann man aber nicht viel Gutes sagen. Sebastian Koch taucht nur kurz mal auf, Diane Kruger bleibt viel zu eindimenisional und ihr nimmt man die Rolle auch nicht wirklich ab. Der Film enthält zwar einen Wendepunkt, der dann aber doch nicht so überraschend ist, wie er sein könnte. Der Film bietet im Grunde nichts Neues. Rasante Autoverfolgungsjagden – haben wir alles schon gesehen. Ein Mann, der nicht mehr weiß, wer er ist – haben wir auch schon gesehen (BOURNE). Regisseur Jaume Serra erfindet das Rad definitiv nicht neu.

Durchschnittlicher Actionfilm (3/6)

Trailer: © Studiocanal