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Begeisterung für Filme, Serien und Theater

Biografie, Drama

The King’s Speech (OmU, 2010)

©Senator

Der „Duke of York“ und Sohn des Königs von England (Michael Gambon)  Albert (Colin Firth) ist gezwungen öfters Reden zu halten. Allerdings fällt ihm das schwer, weil er stottert. Nachdem er bei einem Auftritt im Wembley im Jahr 1925 vor Tausenden von Leuten kein gerades Wort herausbringt, heuert seine Frau Elizabeth (Helena Bonham Carter) den australischen Sprachtrainer Lionel Logue (Geoffrey Rush) an, der Albert heilen soll. Lionel erkennt sehr schnell, dass die Gründe für Alberts Stottern in dessen Kindheit liegen. Als sich nach mehreren Monaten erste Erfolge abzeichnen, stirbt der König, was Alberts Bruder David (Guy Pearce) zum neuen Herrscher von England macht. Dieser möchte aber eine bereits zweimal geschiedene Frau heiraten, was aber vom Königshaus nicht geduldet wird. Er dankt nach nur elf Monaten wieder ab. Nun muss Albert übernehmen.

LES MISERABLES-Regisseur Tom Hooper hat hier eine spannende Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht, in schönen Bildern inszeniert. Colin Firth spielt die Verzweiflung und Zerissenheit mit so einer Glaubhaftigkeit, dass es einem echt die Schuhe auszieht. Das Stottern wirkt echt und der Zuschauer leidet mit der Hauptfigur mit. Auch Langzeitpirat Geoffrey Rush spielt die Rolle des Sprachtrainers mit so einer Hingabe, dass es einfach nur klasse ist. Man nimmt den Beiden wirklich die Freundschaft ab. Auch die Nebenrollen sind prominent besetzt: Helena Bonham Carter, Michael Gambon, Timothy Spall, Guy Pearce; die Liste ist endlos und absolut klasse besetzt. Die Geschichte wird nicht lahm und ernsthaft erzählt, die witzigen Methoden des Sprachtrainers sorgen definitiv für den einen oder anderen Lacher. Ab und an fehlt es ein bißchen am nötigen Schwung, aber das machen die Hauptdarsteller in jedem Fall wieder wett.

Toller Film, Colin Firth in Höchstform (5/6)

Trailer: © Senator Home Entertainment

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