Media Monday #422

Header zum Media Monday 422 via Medienjournal Blog

Ich bin momentan beim Ausmisten. Was bleibt und was kann weg? Doch das betrifft nicht nur alte Zeitschriften und Flyer, die ich aus irgendwelchen Gründen mal aufgehoben habe. Ich hinterfrage auch mal wieder den Sinn und Zweck dieses Blogs. Ich habe bislang 870 Beiträge veröffentlicht ohne einen besonderen Nutzen daraus zu haben. Die kleinen, aber feinen Freuden (wie etwa eine Presseakkreditierung bei einem Filmfestival oder einen Screener) stehen in keinem Verhältnis zu meinem Aufwand. Ich frage mich momentan, für wen ich das eigentlich mache und ob nicht mal wieder eine Pause ansteht. Naja, egal, jetzt kommt erstmal der Media Monday 422 von → Wulf vom Medienjournal.

Media Monday 422

1. Was mich beim Bloggen zuverlässig auf die Palme bringt oder mir den Puls hochtreibt: wenn ich einfach nicht hinterherkomme, wenn ich zu viele Filme auf einmal gesehen habe bzw. übermäßig lang für eine Kritik brauche. Auf Platz 2: die wenigen Leser, die es auf meinen Blog schaffen. Dadurch hinterfrage ich gerne mal den Sinn und Zweck dieses Blogs. So nach dem Motto: Wenn es niemand liest, ist es dann überhaupt noch den Aufwand wert?

2. Mit ____ ist ja wieder einmal eine Serie gestartet, die ____ . Hierzu ist mir leider nicht das Geringste eingefallen, daher empfehle ich einfach mal an dieser Stelle drei gute Serien: FLEABAG, SENSE8 und SHERLOCK.

3. Wenn es um Merchandise zu Filmen/Spielen/Serien geht, mag ich gerne subtiles Merchandise. In meiner Wohnung hängt zum Beispiel ein Bild von Suzy Bishop aus MOONRISE KINGDOM. Das habe ich über Redbubble bekommen. Ich finde es sehr schick.

Screenshot von Redbubble

4. Begriffe wie „Guilty Pleasure“ oder „Pile of Shame“ klingen ziemlich negativ. Man muss sich weder für seine Leidenschaft schämen noch sich schuldig fühlen.

5. PC- oder Konsolenspiele sind für mich ja noch unerforschtes Gebiet, dabei gäbe es ja sogar eine Spielegattung namens „Interaktive Filme“, die wie für mich gemacht zu sein scheint.

6. Die Lektüre von meiner Amazon-Prime-Watchlist hat mich/mir ja zu einem regelrechten Bingewatching-Marathon von der ersten Staffel BLINDSPOT verführt. Die Serie ist okay – nicht überragend, aber okay – und eignet sich perfekt dazu um noch irgendwas (Bügeln, Aufräumen…) nebenher zu machen. .

7. Zuletzt habe ich mal wieder darüber nachgedacht, ob das Bloggen so eine gute Idee ist, und das war wenig zielführend, weil ich zu keiner Lösung gekommen bin.

11 Kommentare zu „Media Monday #422“

  1. Das was du dich bei 1. und 7. fragst, dürfte jedem „kleineren“ Blogger bekannt sein. Auch mir geht das so. Wäre die ganze Zeit nicht viel sinnvoller investiert, wenn ich z.B. ein Buch geschrieben hätte? Da wäre ich schon längst mit drei Bänden durch! Aber ich mag das direkte Feedback, wenn es denn kommt, und den Tagebuchaspekt sehr gerne. Auch für mich ganz allein. Hach, schwierig. Und inzwischen ist Bloggen auch so oldschool, dass es sich fast schon besonders anfühlt… 😉

    1. Ja, Text ist schon ziemlich oldschool inmitten der vielen Podcasts und Videokritiken auf Youtube. Aber ich mag Text und auch den Tagebuchcharakter ganz gern. Auch, dass man meinem Blog die Veränderungen ansieht. Meine ersten Kritiken waren noch sehr kurz, stichpunktartig und – sagen wir es mal wie es ist – ziemlich schlecht geschrieben. Heute ist das (hoffentlich) besser.

      Momentan habe ich diesen für Filmfestivals typischen „Nachstau“. Soll heißen: in kurzer Zeit habe ich viele Filme gesehen, vieles habe ich – trotz Notizen im Büchlein, Letterboxd-Benotungen und Twitter-Kurzkritiken- wieder vergessen und jetzt gestehe ich mir nicht zu, Neues anzuschauen, weil das „Alte“ ja noch nicht erledigt ist, also noch keine Filmkritiken geschrieben sind. Und das ist doch bekloppt. Eine innere Bremse ist ja per se nicht schlecht, weil ich sonst ungebremst alles Mögliche anschauen würde, aber irgendwie bekommt es dann so einen Touch von „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, das wieder Arbeit verursacht…“. Es wird irgendwie zur lästigen Pflicht. Noch dazu eine Pflicht, die in Wahrheit gar keine ist und die nicht bezahlt ist.

      Gesund ist das nicht. Und es drückt auch sehr auf die Stimmung. Letzteres kann natürlich auch am Wetterumschwung liegen… Ich will wieder Spaß dabei haben. Ich habe ja mal eine Zeit lang – das war, glaub ich, vor meiner Bachelorarbeit – eine „Quasi-Pause“ eingelegt. Da habe ich eigentlich jede Woche nur den Media Monday veröffentlicht und sonst nichts. So nach dem Motto „Ich bin noch da, aber nicht so ganz“. Vielleicht ist es mal wieder Zeit für sowas. In den Sommerferien würde sich sowas ja anbieten.

  2. Ich kann das gut nachvollziehen. Kenne das Problem: Auch ich schaue nur einen neuen Film, wenn die alten Besprechungen alle veröffentlicht sind. Oft verzichte ich sogar auf einen Film, wenn ich eh weiß dass ich in den nächsten Tagen keine Zeit zum Bloggen habe. Doofer Druck, aber ich kann nicht aus meiner Haut. Dennoch schätze ich den Mehrwert größer ein, sprich das aktive Außeinandersetzen mit dem Medium und den Tagebuchcharakter. Aber auch ich sollte hier lockerer werden und auch den Mut zu Kurzkritiken haben. Wollen wir eine Selbsthilfegruppe gründen? 😉

  3. In der Nähe von Nürnberg also gar nicht so weit weg. Wenn sich die Singende Lehrerin mal wieder gen Heimat aufmacht, schließe dich doch einfach an… 😉

    Oder es kommt doch irgendwann einmal zum ominösen bayerischen Filmbloggertreffen. Aber das halte ich für ein Gerücht!

    Hmm, ich kann bei dir irgendwie nicht richtig verschachtelt antworten…

    1. Also beim 1. OBF (Ominöses Bayerisches Filmbloggertreffen) bin ich sofort dabei. Treffen wir uns doch in Nürnberg. Das liegt doch für alle recht zentral. Wir gehen erst irgendwo essen und danach Filmmarathon im Cinecitta. 😉 Ich frag mal SingendeLehrerin, ob da demnächst mal wieder was geht. 😉

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