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Meinung

Media Monday #344

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Montag Morgen. Zeit für den Media Monday Nr. 344 vom → Medienjournal Blog.

  1. Die Oscar-Nominierungen sind raus. Ich für meinen Teil kann diejenigen nicht verstehen, die sich darüber aufregen. Früher – also vor zwei Jahren oder so – war ich auch so. Inzwischen bin ich da gelassener. Es gibt so viele Filme und Filmemacher, die von der Academy (noch) nicht nominiert wurden, aber das macht sie nicht zu schlechten Filmen oder schlechten Filmemachern.
  2. Nachdem ich die Auflösung/den Twist von THE SIXTH SENSE kenne, reizt mich der Film/die Serie so überhaupt nicht mehr, denn ich habe ihn zwar noch nie gesehen, kenne aber schon die Auflösung. Da finde ich es irgendwie witzlos mir den Film anzusehen.
  3. Könnte es nicht bitte viel mehr Mini-Serien geben wie etwa THE HOUR, RIVER oder THE NIGHT MANAGER ? Ich persönlich finde nämlich, dass Mini-Serien unterschätzt werden. Sie bieten die Möglichkeit eine längere Geschichte zu erzählen und sind gleichzeitig gezwungen in kurzer Zeit auf den Punkt zu kommen. Außerdem schaue ich viel lieber eine Mini-Serie, die mit 6 Episoden abgeschlossen ist, anstatt mich durch scheinbar endlose Staffeln mit 20-28 Folgen zu quälen.
  4. Mit ____ habe ich mal wieder zu einem wirklich außergewöhnlichen Buch gegriffen, denn ____ .  In letzter Zeit habe ich wenig Bücher gelesen, sondern war hauptsächlich im Netz unterwegs. Gefunden habe ich dabei etwa die gelungene Filmkritik → „Auf dem Weg in die totale Überwachung: The Circle“ auf Die Filmguckerin oder → „Aus dem Nichts (D 2017) – Geniestreich oder Kalkül?“ von Duoscope.
  5. Eine „ältere“ Serie zu beginnen, von der es bereits X Staffeln gibt, eignet sich großartig zum Bingewatchen.
  6. Wenn schon alles adaptiert wird, wieso gibt es dann noch keine Umsetzung zu Juli Zehs CORPUS DELICTI? Schließlich wurde das Buch, bevor es als Roman erschien, bereits als Theaterstück aufgeführt. Es ist eines meiner Lieblingsbücher über Dystopien und ich hätte auch schon erste Castingideen für Moritz Holl und Heinrich Kramer .
  7. Zuletzt habe ich THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING MISSOURI in Originalfassung gesehen und das war eine fantastische Idee , weil mich die Story, der Cast und einfach alles an diesem Film begeistert hat.

  1. Ich glaube, das Problem bei den Oscars ist mittlerweile einfach dieses völlig durchschaubare Schema. Da wird eben auch viel aufgrund von „political correctness“ nominiert. Dazu dann die immer gleichen Nasen wie Meryl Streep mit der tausendsten Nominierung (mal unabhängig davon, ob diese nun verdient ist oder nicht). Das wirkt halt einfach nur langweilig. Aufregen tue ich mich darüber aber auch nicht. Ich gucke die Veranstaltung jedes Jahr gerne, weil es eben dann doch im besten Fall unterhaltsam ist.

    „The Sixth Sense“ ist wirklich so ein Film, der nach der Auflösung komplett seinen Reiz verliert. Habe den zweimal gesehen und die Zweitsichtung war einfach nur zum einpennen. Manchmal ist es ja dann noch interessant, auf Hinweise zur Auflösung zu achten, wenn man diese kennt. Aber das hat da auch nicht so wirklich was gebracht.

  2. Ist ja lustig, dass uns beiden zu 2) the sixth sense eingefallen ist.
    Bei Donnie Darko wird mir auch die x-te Wiederholung nicht langweilig.

  3. Ich glaube „The Sixth Sense“ funktioniert auch tadellos, wenn man die Auflösung kennt. Denn auch abgesehen vom Twist ist er ein famoser Gruselfilm. Leider wird er immer nur auf seine Wendung reduziert.

    • Also ich hatte bei derZweitsichtung nur famose Langeweile. Wenn man den Twist kennt, ist das Ding durch.

      • Schade, ging mir nicht so. Mag den auch als normalen Grusler plus Twist eben.

      • Ich muss aber auch gestehen, dass ich den schon beim ersten Gucken jetzt nicht so überragend fand damals. War okay, gut gemacht und der Twist kam eben sehr gut, aber bei der Zweitsichtung war dann natürlich quasi gar nix mehr übrig, was mich irgendwie mitreißen konnte.

  4. Habe auch eine Bresche für Miniserien in meinem Beitrag geschlagen. Ich mag sie, weil die Geschichten kompromiert sind und überflüssige und spannungsarme Aspekte reduziert auftauchen.
    „The Sixth Sense“ ist wohl der Renner dieses Media Mondays.

  5. Auf „3 Billboards“ bin ich auch gespannt. Nicht nur wegen Frances McDormand, aber auch. Denn sie spielt eigentlich immer auf ziemlich hohem Niveau.

  6. Gnislew

    6th Sense scheint der Film zu sein, der hier einigen eingefallen ist. U.a. mir.

  7. Zwei Mal kann man „The Sixth Sense“ durchaus gut gucken, weil man beim zweiten Mal auf ganz viele Details achtet, die plötzlich Sinn ergeben. Beim dritten Mal hat der Film dann aber in der Tat nicht mehr viel zu bieten.

    Insofern, auch wenn du die Auflösung schon kennst: Gib dem Film ruhig mal eine Chance!

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