Der Mathelehrer Frank Tupelo (Johnny Depp) staunt nicht schlecht, als sich im Zug nach Venedig die schöne Elise (Angelina Jolie) zu ihm setzt. Es stellt sich heraus, dass sie die ehemalige Geliebte des Millionenbetrügers Alexander Pierce ist, der sowohl von Inspektor Archeson (Paul Bettany) als auch von dem Ganoven Reginald Shaw (Steven Berkoff) verfolgt wird. In Venedig angekommen, dauert es nicht lange, bis sich Elise und Frank küssen. Deshalb halten alle Verfolger Frank für Alexander Pierce und verfolgen fortan ihn während er gleichzeitig alle von seiner Unschuld überzeugen muss.

© Studiocanal

© Studiocanal

Regisseur Florian Henkel von Donnersmarck hatte nach „Das Leben der Anderen“ diesmal weniger schwere Kost vor sich. Er drehte in Venedig einen Blockbuster mit Starbesetzung, selbst in den Nebenrollen: Angelina Jolie, Johnny Depp, Rufus Sewell, Paul Bettany, Timothy Dalton… Die Rollen sind von Anfang an klar verteilt. Angelina Jolie zeigt mal wieder wie hoch sie ihre Nase tragen, durch schöne Städte tippeln und „mysteriös sein“ kann. Johnny Depp hat nicht erst in FLUCH DER KARIBIK gezeigt, dass er den „dümmlichen Helden“ einwandfrei beherrscht. Spätestens wenn er im Schlafanzug über die Dächer von Venedig hetzt, bleibt kein Auge trocken und die Lacher sind vorprogrammiert. Der Soundtrack von James Newton Howard klingt weitesgehend romantisch-klassisch und das Thema von „Elise & Alexander“ ist wirklich schön. Die Kostüme und allein schon der Drehort machen viel vom Charme des Films aus.

Ein bißchen vorhersehbar ist die Sache schon hin und wieder, denn im Grunde gibt es ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder Frank ist Alexander oder eben nicht. Der Zuschauer hat also eine 50:50-Chance richtig zu liegen und wird deshalb nur bedingt von der Geschichte gefesselt. Der Film plätschert ein bißchen vor sich hin ohne besondere Akzente zu setzen.

Alles in allem ist es dennoch ein unterhaltsamer Film. Für einen gepflegten DVD-Abend reicht’s allemal. (4/6)

Trailer: © Studiocanal