Ex-CIA-Agent Frank Moses (Bruce Willis) will endlich in Ruhe und Frieden die Zeit mit Freundin Sarah (Mary-Louise Parker) verbringen, aber daraus wird nichts. Im Internet taucht ein Geheimdokument auf, dass Frank und seinen ehemaligen Kollegen Marvin (John Malkovich) in Verbindung mit einer verschwundenen Bombe aus dem zweiten Weltkrieg bringt. Daraufhin heuern die Geheimdienste Killerkommandos an, um herauszufinden, wo sich die Bombe befindet. Die USA versuchen ihr Glück mit Jack Horton (Neal McDonough) und Killer Han (Byung Hun Lee); der MI6 rekrutiert ausgerechnet Victoria (Helen Mirren).

Das hohe Staraufgebot kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass „R.E.D. 2“ leider nur ein großes Geballer ohne viel Substanz ist. Regisseur Dean Parisot schafft es zwar einige gute Witze in der sonst mauen Handlung unterzubringen, aber das war’s auch schon. Erstaunlicherweise machen Helen Mirren und Anthony Hopkins als verrückter Professor die beste Figur (letzter gemeinsamer Film: HITCHCOCK). John Malkovich hat auch seine hellen Momente, ist aber bei weitem nicht so witzig, wie noch im Vorgängerfilm.

© Concorde Home Entertainment

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Die Liste der Mankos an diesem Film ist lang. Zu Beginn des Films fällt gleich das miese Product-Placement auf, bei dem sich die Markennamen regelrecht ins Bild drängen. Das größte Problem des Films ist allerdings die Narration: Es wird zwischen verschiedenen Orten hin- und hergesprungen und die Übergänge sind einfach nur schlecht. Plötzlich tauchen Handgranaten aus dem Nichts aus, die vorher gar nicht da waren; Kleidungen ändern sich plötzlich und die Übergänge von Metropole zu Metropole (London, Moskau, Paris) sind alles andere als flüssig. Außerdem bietet weder Neal McDonough noch Byung Hun Lee noch Anthony Hopkins einen Ersatz für den grandiosen Karl Urban aus R.E.D. Gegen Ende wirkt „R.E.D. 2“ eher wie eine Parodie auf das Actiongenre; alles fliegt durch die Luft und wird zerlöchert.

Überraschend schlechtes Sequel (2.5/6)

Trailer: © Concorde