Media Monday #405

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1. Durch die Zeitumstellung fehlt mir plötzlich eine Stunde, die ich viel lieber mit Schlafen verbracht hätte, schließlich war ich über’s Wochenende in einem Bildungshaus und habe drei Tage geschwiegen und meditiert. Morgens um 6 Uhr stand eine halbe Stunde „schnelles Gehen“ im Hof auf dem Programm. Der Kursleiter hat uns darauf hingewiesen, dass wir aufgrund der Zeitumstellung schon um 5 Uhr laufen. Also habe ich den Wecker auf 5 Uhr gestellt und nicht erkannt, dass sich die Handyuhr über Nacht automatisch umstellt. Ich bin also schon um 4 Uhr gelaufen, mit fünf anderen, die das offenbar ebenfalls nicht überrissen haben. Nach zahlreichen Runden ist mir mein Fehler aufgefallen und ich bin zurück ins Bett und habe gewartet, dass endlich „wirklich“ 6 Uhr wird. Dann waren auch viel mehr Leute im Hof und es hat auch zeitlich gepasst. Wird Zeit, dass die EU jetzt endlich die Zeitumstellung abschafft.

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2. Es scheint momentan eine ungeschriebene Regel zu sein, dass nur noch Sequels, Prequels und Remakes an der Kinokasse überzeugen. Ich hoffe, dass es in den nächsten Jahren genügend „Originals“ gibt, die sowohl die Kinozuschauer als auch die Geldgeber vom Gegenteil überzeugen.

3. Tom Hiddleston würde ich ja gerne mal im wahren Leben begegnen, einfach weil er unbedingt noch mein „Betrayal„-Programm signieren muss.

4. Was ich besonders daran schätze, Filme entführen mich in fremde (Lebens-)Welten und sorgen dafür, dass ich in Problemstellungen/Konflikte/Geschichten eintauche, die ich normalerweise nicht „auf dem Zettel hätte“ wie z. B. die Grenze zwischen Mexiko und den USA (SICARIO) oder die Geschichte der schwarzen Wissenschaftlerinnen, die zum Erfolg des US-Weltraumprogramms beigetragen haben (HIDDEN FIGURES).

5. Die Nachricht, dass die britischen Politiker den Brexit nicht auf die Reihe bekommen, kam für mich schon überraschend, denn so langsam könnten sie mal auf ihre Wähler hören und endlich einen zweiten Wahlgang starten. Wen hingegen ich wahnsinnig sympathisch finde, ist Londons Bürgermeister Sadiq Khan und den Slogan #LondonIsOpen, der mir irgendwie Hoffnung macht, dass ich auch noch in Zukunft ohne Visum zum Theaterschauen kommen kann.

6. Jetzt, wo sich die Sonne auch mal wieder häufiger blicken lässt, sollte ich endlich mal meinen Vorsatz in die Tat umsetzen und (mehr) spazieren gehen.

7. Zuletzt habe ich mit meiner Großtante in der Schweiz telefoniert und das war mal wieder überfällig, weil wir schon länger nicht mehr gesprochen haben.

7 Kommentare

  1. über dieses Theater mit dem Brexit könnte ich mich stundenlang aufregen. ich drücke dir die Daumen, dass Du kein Visum brauchst, wenn Du nach London ins Theater möchtest.

    1. Danke. Und ich drücke den Briten die Daumen. Inzwischen haben ja über 6 Millionen Briten die Petition unterschrieben um in der EU zu bleiben. 6 Millionen. Und die Regierung weigert sich weiterhin auch nur die Möglichkeit eines Verbleibs in der EU in Betracht zu ziehen. In einem Statement der Regierung heißt es: → „Revoking Article 50 would break the promises made by Government to the British people, disrespect the clear instruction from a democratic vote, and in turn, reduce confidence in our democracy.“ Als wäre das Vertrauen in die Demokratie nicht schon längst geschwächt.

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