Colin (Romain Duris) liebt die Technik und lebt in einer schönen großen Wohnung in Paris. Er hat Zeit und Muße, seinen Lieblingsbeschäftigungen nachzugehen, denn in seinem Tresor liegt ein großer Batzen Geld. Für Colins leibliches Wohl sorgt Nicolas (Omar Sy, ZIEMLICH BESTE FREUNDE), der ihm nicht nur als Koch, sondern auch als Freund und Berater in allen Lebenslagen zur Seite steht. Als Colin Besuch von seinem Kumpel Chick (Gad Elmaleh) erhält, erzählt ihm dieser von seiner neuen Freundin: Alise (Aïssa Maïga) ist nicht nur hübsch und charmant, sondern teilt auch noch Chicks Begeisterung für den Philosophie-Star Jean-Sol Partre. Colin will sich auch verlieben. Auf einer Party lernt er die bezaubernde Chloé (Audrey Tatou) kennen, die zufälligerweise genauso heißt wie sein Lieblingsstück von Duke Ellington. Colin und Chloé werden ein Liebespaar, und die rauschende Hochzeit lässt nicht lange auf sich warten. Dann wird Cloé aber krank und Colin versucht alles um seine große Liebe zu retten.

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THE GREEN HORNET-Regisseur Michel Gondry verfilmt mit Der Schaum der Tage den gleichnamigen Roman von Boris Vian. Der Einstieg in den Film geht ein bißchen zu schnell vonstatten. Es dauert eine Weile bis der Zuschauer in diesen kunterbunten Mix aus Absurditäten und genialen Erfindungen abtauchen kann. Viele Dinge bleiben zunächst unerzählt bzw. werden einfach als gegeben hingenommen. Leider lässt die Begeisterung für das Kuriose im Verlauf des Films immer mehr nach. Der Film wird immer „normaler“ und verzichtet letztendlich sogar auf die Farbe, als die Geschehnisse ihren traurigen Höhepunkt finden. Wer ein Happy End erwartet, wird enttäuscht sein. Die Schauspieler sind durch die Bank weg überzeugend, allerdings stechen die beiden Hauptdarsteller schauspielerisch nicht besonders aus der Masse heraus, wie man es eigentlich erwarten könnte. Audrey Tatou macht das, was sie in jedem Film macht: hinreißend aussehen und lachen. Und Kollege Romain Duris schafft es auch nicht den Zuschauer von der ersten Minute mitzureißen – das braucht erst eine Weile. Gondry benutzt verschiedene Materialien (Gehäkeltes und Gestricktes, Zeichnungen…), aber auch diverse Montagetechniken (Rückwärtslaufen, Stop-Motion…) um seine Geschichte zu erzählen, was sicherlich ein großer Mehraufwand war, aber auch teilweise etwas unkoordiniert wirkt, d. h. die animierten Sequenzen fügen sich nur selten wirklich reibungslos in den Realfilm ein. Wen das aber nicht stört, bekommt hier eine abgedrehte französische Buchverfilmung, die vor Kreativität und Ideenreichtum nur so strotzt.

Abgedrehtes französisches Kino (4.5/6)

Trailer: © Studiocanal