Ich habe ja schon länger keine Kurzfilmempfehlungen mehr ausgesprochen, daher wird es mal wieder Zeit.  Ohne, dass ich das geplant habe, sind alle Empfehlungen auf ihre eigene Art düster. Ob eine alternative Realität, lustiger Horror, Dystopien oder ein Dokumentarfilm, der die Schattenseiten des Filmemachens auf einem Desktop erklärt. 

Hier meine kleine Sammlung für alle, die nicht so viel Zeit zum Filmeschauen haben.

Alternativ Math (2017)

Wenn man plötzlich in einer Welt mit alternativen Fakten lebt und 2 + 2 nicht mehr 4 ergibt, da kann man schon mal verzweifeln. Oder man überlistet das System wie diese findige Mathe-Lehrerin.

Clip: Youtube/Ideaman
The Horribly Slow Murderer with the Extremely Inefficient Weapon by Richard Gale (2008)

Der Löffel wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein gefährlicher Gegenstand. Doch damit kann man wirklich einen Menschen töten. Es dauert nur sehr, sehr lange. Sehr, sehr, sehr, sehr lange. Es dauert einfach unfassbar lang. Aber es geht.

Clip: © Youtube/RichardGaleFilms

Transformers: The Premake (2014)

Den Desktop-Dokumentarfilm von Kevin B. Lee habe ich gefühlt schon x-Mal in der ein oder anderen Filmkritik empfohlen. Nun jetzt nochmal offiziell. Lee erklärt anhand von Paramounts TRANSFORMERS: AGE OF EXTINCTION wie (scheinbar) ortsbezogene Dreharbeiten einen Einfluss auf den fertigen Film haben und warum der chinesische Markt so wichtig ist bei der globalen Filmvermarktung. Und das alles auf seinem Desktop. Großes Kino!

Clip: © Vimeo/Kevin B. Lee

Being Pretty (2017)

Wie sähe eine Gesellschaft aus, die von einer künstlichen Intelligenz unterjocht wird? Die entscheidet, was schön und erstrebenswert oder hässlich und gefährlich für eine Gesellschaft ist? Wie wäre es in einer solchen Dystopie aufzuwachsen? David James Armsby geht diesen Fragen  in drei Kurzfilmen nach. Hier Teil 1. Die anderen beiden Kurzfilme „No Monsters“ und „Children’s Toys“ sind ebenfalls auf Youtube zu finden.

Clip:© Youtube/DeadSound
Sunspring (2016)

Der Filmemacher Oscar Sharp hat sich mit dem Technologen Ross Goodwin zusammengetan und eine Maschine gebaut, die Drehbücher schreiben kann. Die künstliche Intelligenz „Benjamin“ wurde mit hunderten Sci-Fi-Drehbüchern aus Film und Fernsehen gefüttert. Das Team gab sich 48 Stunden Zeit um das umzusetzen, was Benjamin geschrieben hat. Das Ergebnis ist absolut abgedreht. Inzwischen gibt es auch schon ein Sequel namens IT’S NO GAME mit David Hasselhoff.

Clip: © Youtube/Ars Technica